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Kurzzeittherapie für Angststörungen

Die Bernhardt-Methode

Die Bernhardt-Methode ist eine Kurzzeittherapie für Angststörungen. Daniela und Klaus Bernhardt haben sie in Berlin entwickelt und über Jahre verfeinert. Ihre Bausteine lassen sich auch in der Arbeit mit Zwängen, Depressionen und Burnout einsetzen.

Auf dieser Seite erfahren Sie, von welcher Grundidee die Methode ausgeht, woraus sie besteht, für wen sie gedacht ist und wo Sie sie kennenlernen können.

über zwei Jahre auf der Spiegel-Bestsellerliste

über 24.900 Käufer des Videokurses

über 460 Fachleute weitergebildet

seit 2016 Institut in Berlin

Wie funktioniert die Bernhardt-Methode?

Kurz gesagt: Angst sitzt im Gehirn wie ein eingeübtes Muster, und die Bernhardt-Methode verändert dieses Muster durch gezieltes Mentaltraining.

Viele Menschen mit Angststörungen wissen, dass ihnen im Supermarkt, im Auto oder in der Besprechung nichts passiert. Trotzdem kommt die Angst. Das Wissen allein reicht offenbar nicht bis dorthin, wo die Angst entsteht.

Die Bernhardt-Methode geht davon aus, dass sich Angst im Gehirn wie ein eingeübtes Muster festsetzt und dass sich solche Muster durch ein gezieltes Mentaltraining wieder verändern lassen. Die Fähigkeit des Gehirns, sich bis ins hohe Alter neu zu vernetzen, heißt in der Forschung Neuroplastizität. Genau diese Fähigkeit nutzt die Methode.

Dafür verbindet sie Erkenntnisse der Hirnforschung mit Ansätzen aus kognitiver Verhaltenstherapie, systemischer Therapie, lösungsorientierter Kurzzeittherapie, Hypnotherapie und Akzeptanz- und Commitment-Therapie.

Was unterscheidet die Bernhardt-Methode von anderen Ansätzen?

Die Bernhardt-Methode arbeitet ohne Konfrontation, ohne Medikamente und ohne jahrelange Analyse der Vergangenheit. Sie lässt sich mit einer bestehenden ärztlichen oder psychotherapeutischen Behandlung verbinden.

Der Blick geht weg vom Problem und hin zur Lösung. Humor hat dabei einen festen Platz. Ziel jeder Sitzung ist, dass Betroffene sich danach besser fühlen als vorher.

Zur Methode gehört auch eine tiefgreifende Differenzialdiagnostik, die auf neusten medizinischen Erkenntnissen fußt. So kann z. B. Polypharmazie* (die gleichzeitige, dauerhafte Einnahme von mehr als vier Arzneimitteln) Symptome einer Depression hervorrufen, wie z. B. Apathie oder zunehmende Müdigkeit.

Schilddrüsenerkrankungen, falsch dosierte Hormonpräparate sowie anhaltende Probleme mit der Halswirbelsäule können wiederum Symptome hervorrufen, die denen einer Angststörung gleichen. Solche Auslöser klären Sie bitte immer mit Ihrem Arzt ab.

*Quelle: Leading Medicine Guide

Woraus besteht die Bernhardt-Methode?

Aus Mentalübungen, die Betroffene selbst anwenden können: Angst-Stopp-Techniken, der 10-Satz-Methode, der 5-Kanal-Technik und einer persönlichen Werte-Ziele-Hierarchie.

  • Angst-Stopp-Techniken: Techniken für den Moment, in dem die Angst anrollt, zum Beispiel Zoom-Technik, auditiv-visuelle Schiebetechnik, Pitching-Technik, Slow-Motion-Technik und kinästhetische Musterunterbrecher. Welche Technik zu wem passt, hängt unter anderem davon ab, ob jemand seine Angst eher über innere Bilder oder über innere Sätze auslöst.
  • Die 10-Satz-Methode: Ein tägliches Mentaltraining von etwa 20 Minuten. Betroffene nutzen dabei neuroplastische Trigger, um automatisiert ablaufende, negative Gedanken in gesündere Bahnen zu lenken.
  • Die 5-Kanal-Technik: Eine Übung, die alle fünf Sinne anspricht, damit Betroffene das volle Potenzial ihres Gehirns ausnutzen, um psychische Probleme schneller zu überwinden.
  • Werte und Ziele: Eine persönliche Werte-Ziele-Hierarchie deckt verborgene Blockaden, sekundäre Krankheitsgewinne und unbewusste Auslöser von Ängsten, Depressionen und Zwängen auf.
  • Für Fachleute zusätzlich: In der Weiterbildung kommen eine eigene Fragetechnik zum Aufdecken von Auslösern, der Umgang mit Reaktanz, hypnotische Sprachmuster, der Emotion-Shift, die Arbeit mit Ankern und die Differenzialdiagnostik dazu.
  • Humor und therapeutisches Storytelling: Klaus Bernhardts Credo lautet: Psychotherapie darf Spaß machen! Und zwar sowohl den Patienten als auch den Therapeuten. Deshalb ist Humor eine zentrale Ressource der Bernhardt-Methode. Eine besondere Form des therapeutischen Storytellings sorgt zusätzlich dafür, dass erlernte Strategien besser abgespeichert und somit leichter abgerufen werden können.

Ist die Bernhardt-Methode wissenschaftlich belegt?

Für die Entwicklung der Bernhardt-Methode haben Daniela und Klaus Bernhardt über Jahre hinweg psychologische, neurologische und pharmakologische Studien ausgewertet. Als Mitglied der Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement AFNB war es Klaus Bernhardt überdies möglich, diese Informationen mit den neusten Erkenntnissen der Hirnforschung abzugleichen.

Die Bernhardt-Methode versteht sich als eine Art „Best of Psychotherapy“, bei der die Wirksamkeit jedes einzelnen Elements durch Studien belegt ist. Neu ist die Kombination verschiedenster Therapieelemente unter Berücksichtigung ihrer unmittelbaren Auswirkung auf die Neuroplastizität. Als Ganzes liegt hierfür bislang noch keine Studie vor, diese ist aber bereits geplant.

Für wen ist die Bernhardt-Methode gedacht?

Für Menschen mit Ängsten und Panikattacken, auch für diejenigen, die schon Therapie oder Medikamente hinter sich haben und bei denen die Angst trotzdem wiederkommt.

Für Menschen mit Zwängen, Depression oder Burnout, denn die Bausteine lassen sich auch dort einsetzen.

Für Ärzte, Psychotherapeuten und Heilpraktiker, die Menschen mit psychischen Problemen begleiten und neue Werkzeuge suchen.

Nicht geeignet ist die Methode als alleinige Hilfe in einer akuten Krise, bei Suizidgedanken, bei Psychosen oder bei schweren Depressionen. Dann brauchen Sie zusätzlich ärztliche Hilfe vor Ort.

Wo kann man mehr über die Bernhardt-Methode erfahren?

  • In unseren Weiterbildungen: fünf Tage vor Ort in Berlin oder online. Zur Weiterbildung
  • In unseren Sonntags-Seminaren: Dreimal pro Jahr haben Sie als Betroffener oder Interessierter die Möglichkeit, sich einen ganzen Tag mit Klaus Bernhardt auszutauschen.
  • In unseren Büchern: Klaus Bernhardt hat mehrere Spiegel-Bestseller rund um das Thema psychische Gesundheit veröffentlicht.
  • Im Videokurs: „Endlich angstfrei!“ zeigt Ihnen Klaus Bernhardt die Übungen zu Hause, in Ihrem Tempo.
  • Bei einem Therapeuten: In unserer Liste finden Sie eine Auswahl von Therapeuten, die eigenverantwortlich in eigener Praxis arbeiten. Alle haben mindestens zwei Weiterbildungen am Institut für moderne Psychotherapie absolviert und nehmen regelmäßig an unseren Supervisionen teil.
Buch „Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“

Siehe auch: Stichworte zur Bernhardt-Methode

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose und Behandlung. Setzen Sie verordnete Medikamente nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab und ändern Sie die Dosis nicht selbst. In einer akuten Krise erreichen Sie die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111, im Notfall wählen Sie 112.