Ein kleiner, aber wichtiger Teil des neuen Buches behandelt auch das Thema Schlaf. Passend dazu haben wir vor einiger Zeit eine Schlafschule gegründet. Der „Probelauf“ ist nun vorbei und weil die Ergebnisse durchaus beeindruckend waren, eröffnet nun auch offiziell die „Berliner Schlafschule“ ihre Pforten. In den Räumlichkeiten unseres Instituts bietet unser geschätzter Kollege Hans-Joachim Ruhr Ihnen ab sofort die Möglichkeit, in nur 3 mal 1,5 Stunden all das zu lernen, was Sie brauchen, um wieder besser schlafen zu können. Denn auch wenn Sie sich das kaum vorstellen können:

WIE die Betroffenen über ihren Schlaf nachdenken, ist einer der Hauptauslöser für die allermeisten Schlafstörungen.

Wer zum wiederholten Male abends wach liegt und darüber nachdenkt, warum er nicht schlafen kann, der verfängt sich in einer Denkspirale, die alles andere als schlaffördernd ist.

Fast schon zwangsläufig entstehen dadurch Gedanken, wie z.B.: „Ich kann nicht schlafen.“ Natürlich stimmt es, dass Angstpatienten oder auch Depressive oft schlechter schlafen, als angstfreie Menschen. Dennoch ist es wenig hilfreich, sich diesen Satz immer wieder zu sagen. Denn je mehr Sie über das Schlafen nachdenken, umso schwerer fällt es Ihnen, sich einfach hinzulegen und einzuschlummern.

Ohnehin gibt es einen großen Unterschied zwischen der „empfundenen Schlaflosigkeit“ und der Zeit, die Sie wirklich schlafen. Messungen der Gehirnaktivität haben gezeigt, dass selbst Menschen mit schweren Schlafstörungen mehrere Stunden pro Nacht schlafen. Warum die Betroffenen das dennoch ganz anders empfinden, hat einen einfachen Grund. Wer unter Schlafproblemen leidet, schläft nicht weniger, sondern anders. Die Betroffenen haben mehr Leichtschlafphasen und kürzere Tiefschlafphasen, nach denen Sie häufig kurz aufwachen. Die Aufwachphasen werden dabei ganz bewusst wahrgenommen, während der Prozess des erneuten Einschlafens weitgehend unterbewusst abläuft. Dadurch entsteht der falsche Eindruck, dass man so gut wie nicht geschlafen hätte.

Das stimmt aber nicht, denn Sie haben sehr wohl geschlafen.

Nur eben nicht am Stück, sondern in vielen kleinen Etappen. Sie können das mit einer Autofahrt von Berlin nach München vergleichen. Ob Sie die 600 km nun in einem Stück durchfahren, oder ob Sie alle 30 Minuten ein paar Minuten Pause machen, ändert nichts daran, dass Sie nach 6 bis 8 Stunden in München ankommen.

Ähnlich ist es auch mit dem Schlaf. Wer durchschläft, ist in der Regel nach 6 Stunden wieder so fit, dass er in den Tag starten kann. Wer immer wieder aufwacht, braucht 7 bis 8 Stunden, um genügend Energie für den Tag gesammelt zu haben. Wer sich allerdings jedoch jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen „einredet“, er hätte nicht genug geschlafen, der sorgt alleine durch diese selbsterfüllende Prophezeiung dafür, dass er tatsächlich den ganzen Tag über kraftlos und müde ist, obwohl er eigentlich genügend Regenerierungszeit während der Nacht hatte.

Diese Erkenntnis ist nur einer von vielen Bausteinen, die Ihnen in der Berliner Schlafschule vermittelt werden. Ziel ist es, in drei aufeinanderfolgenden Wochen, das Schlafverhalten jedes Teilnehmers soweit zu optimieren, dass wieder ein tiefer und erholsamer Schlaf möglich wird. Um dabei individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer eingehen zu können, ist die Teilnehmerzahl des kommenden Kurses auf 12 Teilnehmer begrenzt.

Der nächste Kurs findet an folgenden 3 Terminen statt:

19.06.2019 / 26.06.2019 / 10.07.2019

Jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr

Ort: Institut für moderne Psychotherapie, Kranzallee 6, 14055 Berlin

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